Flughafen-Verspätungs-Ranking 2017: Das sind Deutschlands unpünktlichste Airports


02 Aug 2017 [21:54h]


Flughafen-Verspätungs-Ranking 2017: Das sind Deutschlands unpünktlichste Airports

Foto: Carstino Delmonte

  • HanseMerkur

 Analyse der verspäteten und ausgefallenen Flüge an deutschen Flughäfen im ersten Halbjahr 201: In Tegel, München und Frankfurt ist mindestens jeder fünfte Flug verspätet. Deutsche Fluggäste mit Entschädigungsanspruch von über 150 Millionen Euro.

Berlin – Über 2000 Flüge heben täglich von den größten deutschen Flughäfen ab – einige davon unplanmäßig. Doch welcher deutsche Flughafen ist eigentlich am unpünktlichsten? Das Fluggasthelfer-Portal AirHelp  hat den Flugverkehr der 13 größten deutschen Flughäfen im ersten Halbjahr 2017 analysiert und stellt fest: Mehr als jeder vierte Flug aus Berlin-Tegel startet nicht nach Plan. Der Flughafen Hannover-Langenhagen ist am pünktlichsten.

26,89 Prozent der über 44.000 Flüge aus Berlin-Tegel hoben im ersten halben Jahr 2017 nicht nach Plan ab. Damit ist der Berliner Flughafen, über dessen Verbleib im September eine Volksabstimmung stattfindet, der mit Abstand unpünktlichste Airport der Untersuchung. In Frankfurt am Main hoben fast 22 Prozent der Flüge nicht planmäßig ab, in München waren es ziemlich genau 21 Prozent.

Entschädigungen bei Flugproblemen: 150 Millionen Euro für deutsche Fluggäste

Flugausfälle- und Verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro berechtigen. Insgesamt steht deutschen Fluggästen eine Entschädigungssumme von über 150 Millionen Euro allein aus dem ersten Halbjahr 2017 zu. Die Höhe der Entschädigungszahlungen ist abhängig von der Länge der Verspätung am Zielort, der Flugdistanz sowie des Grundes für die Verspätung oder den Ausfall. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin durchsetzen.

Hannover, Stuttgart und Halle/Leipzig: Hier fliegen Deutsche am pünktlichsten

Am pünktlichsten starteten Flugreisende in diesem Jahr vom Flughafen Hannover-Langenhagen. Am größten Airport Niedersachsens starteten fast 90 Prozent aller Flüge nach Plan. Zuletzt machte der Flughafen dennoch negative Schlagzeilen, weil dort etwa 1000 Passagiere nach Unwettern gestrandet waren und kaum versorgt wurden. An den Flughäfen Stuttgart, Halle/Leipzig und Köln/Bonn hoben immerhin fast 87 Prozent aller Flüge planmäßig ab.

Städterivalitäten: Unterschiede, was Ausfälle und Verspätungen angeht

Während am Flughafen Köln/Bonn etwa sechs Prozent mehr Flüge pünktlich abheben als im nahegelegenen Düsseldorf, fallen in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens anteilig weniger Flüge aus. In dieser Statistik hat die Stadt am Niederrhein sogar den besten Wert der gesamten Untersuchung. Ähnlich verhält es sich auch an den benachbarten Flughäfen Hamburg und Bremen, sowie Halle/Leipzig und Dresden. Zwar gibt es an den Flughäfen Halle/Leipzig und Bremen deutlich weniger Verspätungen, doch in Hamburg und Dresden werden anteilig weniger Flüge gestrichen.

Den höchsten Anteil ausgefallener Flüge gibt es an Flughäfen der Hauptstadt. Tegel rangiert in dieser Statistik auf dem ersten, Schönefeld auf dem zweiten Platz. Bezieht man die Daten der verspäteten Flüge mit ein, landet der Flughafen Schönefeld allerdings im Mittelfeld des Rankings.

Knapp 470 Flüge pro Tag unpünktlich

Insgesamt hoben etwas mehr als 85.000 Flüge im ersten Halbjahr 2017 unplanmäßig von den 13 größten deutschen Flughäfen ab. Das macht einen Schnitt von knapp 470 verspäteten Flügen pro Tag. Allein in Frankfurt am Main sind bis zum Juli 2017 fast 23.000 Flüge nicht wie geplant gestartet.

Adrian Kreller, deutscher Country Manager von AirHelp, kommentiert die Analyse: „Natürlich ist es auffällig, dass die größten Flughäfen des Landes besonders viel mit verspäteten und ausgefallenen Flügen zu kämpfen hatten. Diese Probleme im Flugbetrieb können aber bereits durch vorherige Flüge oder unvorhersehbare Ursachen wie Unwetter entstanden sein. Dennoch: Deutsche Reisende hatten bereits im ersten Halbjahr des Jahres Anspruch auf über 150 Millionen Euro Entschädigungen. Unserer Erfahrung nach fordern jedoch nur etwa zwei Prozent aller Reisenden dieses Geld auch ein.“

Entschädigungsanspruch noch am Gate prüfen

Mit der AirHelp-App können betroffene Passagiere noch am Flughafen prüfen, ob ihr Flug zu einer Entschädigung berechtigt. Dafür reicht es das Bordticket mit dem App-internen Boarding-Pass-Scanner einzuscannen. Anschließend haben Passagiere zudem die Möglichkeit AirHelp damit zu beauftragen ihr Recht auf eine Entschädigung bei der Airline Geltend zu machen. Die AirHelp-App gibt es gratis im Google Play Store und im App-Store von Apple.

 

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